DAS "MAKING OF" XR 1200 "EVEL"
Es ist in Mode gekommen: Das <MAKING OF> ! - Fernsehsender, Custom-Magazine und namhafte Customizer machen es - da will ich mich anschließen und auch über die Entstehung unseres letzten Custombike-Projektes berichten.
Mitte Januar bekamen wir die nachricht, daß das bedeutendste europ. Custombike-Magazin, die DREAM MACHINES, für ihre nächste Ausgabe ein XR 1200 Custom-Special zu veröffentlichen plante; interessante Customs des erst im Spätsommer erschienenen XR-Modell wolle man hier vorstellen.
Sowas hatten wir nicht! - Nach ein paar Tagen Bedenkzeit beschlossen wir ein solches Custombike binnen 3 Wochen-Frist zu bauen. Das Konzept für das Bike war schnell erstellt, denn das Thema "EVEL KNIEVEL" hatte unser Werkstattleiter Benny schon bei Erscheinen des Bikes im Spätsommer 08 vorgeschlagen. "EVEL" nannten wir das Bike nach jenem unvergessenen US-amerikanischen Stuntmann, der in den 70ern mit der Sportster die tollkühnsten Sprünge über Schluchten und Hindernisse wagte.
Evel Knievels Sportster waren stets mit den Grundfarben der amerikanischen Flagge verziert: Weiß, blau und rot. Daran angelehnt wollten wir unsere XR auch farblich gestalten. Ein bißchen sollte das Bike noch auf den Stil der 70er Jahre getrimmt werden und fürs bessere Fahrverhalten und das Handling hatten wir auch noch Maßnahmen beschlossen.
Also wurde das Bike teilzerlegt, jede Menge Aluteile kamen zum Polierer. Das Heck wurde von uns gekürzt und statt des Sozius-Polsters fertigten wir aus GFK einen durchgehenden Deckel an. Eine Menge neuer Teile wie Auspuff, Scheinwerfer, Rücklicht und Blinker, Gabelbrücke u. Lenker, sowie Federbeine hinten usw. mußten besorgt werden.
Die Tankhaube und das Heck brachte ich zu unserem Lack- und Design-Team, den KUSTOM-REBELZ (Maze+Jens Fischer), und besprach mit ihnen die Design-Aufgabenstellung . Angesichts der Zeitknappheit hatten sie nichts zu lachen, denn das Projekt war innerhalb einer Woche umzusetzen. Keine der vielen Lackschichten hatte die Chance richtig auszutrocknen, bevor schon wieder der nächste Arbeitsgang angefangen werden mußte. Aber sie haben das Wettrennen gegen die Zeit gewonnen. Am 12.Februar hatten wir alle Lack- und Polier-Teile wieder zurück und montierten das Bike zusammen.
Am Freitag, d. 13. schoß unser Fotograf, Michael Gleim, die Fotos, die dann der DREAM MACHINES umgehend übermittel t wurden. Auf den Fotos sieht man nicht, daß das Bike noch nicht fahrbereit war, denn es fehlten uns einige Dichtungen, die waren in der Hektik irgendwie "untergegangen".
Als wir die fantastischen Fotos das erste Mal in Ruhe anschauen konnten, waren wir wieder mit dem Projekt versöhnt, denn in der Schlußphase hat es uns ganz schön getresst. Um ein Haar hätten wir den Abgabetermin verfehlt! Schließlich erscheint so ein Magazin immer pünktlich.
Wir sind uns sicher, daß unser Bike darin eine gute Figur machen wird. Wer das fertige Ergebnis zu sehen bekommt, erahnt nicht im Mindesten, was für ein Aufwand und hektisches Getriebe hinter diesem Projekt stand.
Ride safe! Ride free!
Bernie
 Maze als Bildschirmdesigner
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 KUSTOM REBELZ @ work
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 Überzeugungstäter M. Gleim in seinem Fotostudio
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 Der Fotograf möchte auch mal aufs Bild!
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 Computer-Bildbearbeitung
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 Fotostudio Gleim
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