Langeweile gibt's nicht!


BERNIE'S AM FAAKER SEE 02.-07.09.08


Die European Bike Week wurde von der Harley Owners Group nun schon das 11. Mal ausgerichtet. 70.000 Bikes u. 100.000 Besucher fanden sich bei sommerlichem Wetter zu Europas größter Bike-Veranstaltung am Faaker See ein! Was für ein großartiger Erfolg für Harley-Davidson! Aber nicht nur Harleys waren zu sehen, die enorme Anziehungskraft dieser grandiosen Veranstaltung hatte auch sichtbar viele Biker auf Fremdfabrikaten angelockt!

Die Medien berichten umfassend über dieses herausragendes Mega-Ereignis.
Hier ist mein ganz persönlicher Erlebnisbericht von dieser einzigartigen Veranstaltung.

Neben der ursprünglichen Harley-Davidson-Veranstaltung im Harley-Village bei Faak entstanden rund um den See noch eine Reihe weiterer Veranstaltungs-Locations, die von den Bikern auf ihren Fahrten auf dem extra für die Zeit der Bike Week eingerichteten Einbahn-Rundkurs rund um den See angefahren werden. Man dreht etliche See(h)-Runden, bevor man alles gesehen hat. Das ist Bikers Kurzweil pur!

Wir, d. h. Bernie's Motorsport u. Dragracing Club e.V. waren ca 1km entfernt vom Harley-Village auf dem Festplatz des ARNEITZ-Campingplatzes stationiert. Dort hatte das Biker-Magazin BIKER'S POWER die ARNEITZ CUSTOM SHOW organisiert. Die ACS hat ein eigenes Showprogramm. Im Rahmen dieses Programms richteten wir , erstmalig seit dem Bestehen dieses Events, eine Dragstershow aus. Die Arneitz-Betreiber hatten zu diesem Zweck eigens eine überdachte(!!) Piste von mehr als 100m incl. Tribüne vor ihrem Lokal neben dem Haupt-Festzelt (mit Bühne f. die Rockbands) aufgebaut. Die Piste wurde ebenfalls für die Motorrad-Stunt-Show, die Bike-Show und weitere Action genutzt. Alle Veranstaltungen moderierte Frank Sander , der auch am Hauptveranstaltungsort, dem HARLEY-VILLAGE die offizielle HARLEY-DAVIDSON-Bike-Show moderierte.

Neu war dieses Jahr eine Fußgängerbrücke vom großen Festzelt zum ACS-Gelände, die die Familie Pressinger (die Arneitz Betreiber) über die Straße bauen ließ. Dort befand sich ein weiteres riesiges Festzelt, ebenfalls mit Bühne für die Rockbands, und die "Zeltstadt" der versammelten Aussteller. Auf dem Show-Gelände wurde vom preiswerten Biker-Halstuch bis zum makellosen 100.000,-€ teuren Custombike alles angeboten.

Selbstverständlich hatten die Veranstalter für ein qualitativ gutes und bezahlbares Catering- und Getränke-Angebot gesorgt, Selbstversorger fanden in dem Supermarkt der Familie Pressinger alles was sie brauchten. Wie schon in den vergangenen Jahren war auf dem hinteren Teil des riesigen Geländes die berühmt-berüchtigte Burn-Out-Bar mit Dirk Daniels zu später Stunde d a s Magnet für partyhungrige.

Wir hatten von BIKER'S POWER für unsere mehr als ein Dutzend Dragster und Showbikes ein großes Pagodenzelt in der 1. Reihe des Eventgeländes zur Verfügung gestellt bekommen. Von dort aus mußten wir 2mal täglich über die Straße zur Piste , um unsere Vorführungen auszurichten. Unsere Action wurde jedesmal von Frank Sander kommentiert , er stellte dabei unsere Dragster-Fahrerin Ulrike Golde vor, die im europ. Destroyer-Cup den 2. Platz für BERNIE's Drag-Race- Team einfuhr.

Sobald die Dragster-Motoren brummten und das Gummi qualmte, waren die Zuschauer voll aus dem Häuschen, ganz besonders, wenn Gerd Habermann sein flammenspeiendes Jet-Bike anließ.

Leider hatten wir nicht nur Spaß dabei -die Demo-Piste war ja für einen Dragster äußerst schmal und kurz bemessen-, sondern mußten auch einiges an Materialschäden in Kauf nehmen. Ganz wie beim echten Rennen!

Dem Publikum hat unser Dragster-Spektakel gefallen - das war für uns die Hauptsache. Wir sind dort angetreten, um für den Dragster-Sport zu werben, das Ganze war eine "Good-Will-Action".

Ausdrücklich für die Unterstützung bedanken möchte ich mich hier noch mal bei dem BIKER'S POWER-Magazin, der BLS-Spedition, dem ERBACHER-Team und unserem Hauptsponsor , der HUSTLER-Europe GmbH, sowie allen weiteren Beteiligten, die zum Zustandekommen dieser Show beigetragen haben, ganz besonders aber bei Wilfried, dem Teamchef von Bernie's Dragracing - ohne seinen unermüdlichen Einsatz wäre gar nichts gegangen.

Zwischen unserer Action hatte ich mir auch etwas Zeit genommen, um mich ein wenig weiter umzuschauen., denn zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich das erste mal in Faak war. Mit der Harley auf dem "Harley-Rundkurs" um den See zu fahren, war wunderschön - eine ganz besondere Erfahrung, die man einfach mal erlebt haben muß! Zum Wochenende wurde es bei dem stetig wachsenden Verkehr manchmal sogar schwierig, einen Bike-Parkplatz zu finden! Aber überall mal anhalten und reinschauen, das hätte sowieso etliche Tage in Anspruch genommen!

Auch wenn ich nur einen Bruchteil des Gebotenen gesehen habe, bin ich zufrieden - es muß ja auch noch was für das nächste Mal übrigbleiben.

Besonders das Harley-Village hat mich mit seiner Größe, dem vielfältigen Angebot, der aufgeräumten Erscheinung und der tadellosen Organisation besonders beeindruckt.

Das einmalig warme und trockene Spätsommer-Wetter ließ überall gute Laune aufkommen. Fast alle Biker nutzen die Gelegenheit, um ausgiebige Touren in die umliegenden Berge zu machen. Insgesamt stand die Veranstaltung unter einem guten Stern und ist in Europa wohl durch nichts zu toppen.

2 Harleys hatte ich in die offizielle Bike-Show von Harley-Davidson eingebracht: 1.) Meinen weißen V-Rod-Umbau "911 Carrerod" , den ich letztes Jahr im Dezember auf der Custombike-Messe vorgestellt hatte und 2.) die "Copper"-Softail von Lahn-River-Chapter-Mitglied Joachim, ebenfalls von uns für die Custombike Messe 2007 gebaut. Leider Konnten beide Bikes keinen Pokal ergattern , das Angebot an Super-Umbauten war so groß, daß meine "milden", straßentauglichen Umbau-Harley's nicht in die Nähe der jeweils 2 Pokalplätze pro Klasse kamen. Immerhin gab es dort im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen eine eigene Klasse für V-Rods ("Watercooled"). Genützt hat es mir mit meiner 35.000,-€- "911 Carrerod"-V-Rod nichts, - gewonnen hat die Klasse eine mindestens doppelt so teure, extrem umgebaute Kompressor-V-Rod namens "Carrera GT". Sicher war das Siegerbike in allen Details ein perfektes Custom-Paket, das den Pokal klar vedient hatte, aber die Namensgebung hat mich doch ein wenig irritiert. Bemerkenswert ist, daß sich mittlerweile die V-Rod-Kategorie speziell hier in Deutschland zu ungeahnten Custom-Höhen aufschwingt.

Die 1 Tag später stattfindende Custom-Chrome-Bike-Show auf dem Arneitz-Gelände vergab in jeder Klasse großzügigerweise 3 Pokale. Die Klassen waren dort allerdings anders gestaltet als bei dem vorausgegangenen Harley-Davidson-Wettbewerb. Auch hier waren 2 Bikes von mir in der Show: 1.) Meine weiße "911 Carrerod" und 2.) Die schwarze "dragonstyle" - V-Rod von Mike, die ja in Hamburg u. in Rüdesheim gepunktet hatte. Wir gingen beide leer aus - Hier war noch mehr sensationell gutes Custom-Material da!

Richtig glücklich wurde ein junger Mann aus Österreich, den ich im Harley-Village kennenlernte: Er hatte 2 Jahre lang daheim an seinem eigenen Custom-Bike gebaut, - der "Djungel-Superman" und gewann gleich bei seinem ersten Auftritt den People's Choice-Preis in der Harley-Davidson Bike-Show. Als ich ihm anbot, sein preisgekröntes Bike für den Rest der Veranstaltung bei uns auf dem Stand auszustellen, hat er sofort zugestimmt. Als Geschenk obendrauf bekam er von unserem Stamm-Pinstriper MAZE noch mit flinkem Pinsel einige Verzierungen auf sein (wunderbar skuriles) Bike aufgemalt, bevor er sich in die CCI-Bikeshow einreihte. Ich kann es immer noch nicht richtig glauben, daß da daheim ein völliger Newcomer mit Rohren, Blechen und Schweißgerät einfach so ein Custombike aus dem Nichts herstellt, das auf Anhieb in die Ränge kam, trotz - oder gerade wegen - des frech-rosanen Sitzes!

Bikes Customizen war früher hier im deutschsprachigen Raum eine fragwürdige Beschäftigung, man wurde meistens als Spinner abgetan. Mehr und mehr hat sich die Szene nach vorne gearbeitet. Aber noch immer hat das Customizing nicht das Ansehen, das z.B. das normalste durchschnittliche Kunsthandwerk bei uns genießt. Doch die Anerkennung für die Szene wächst stetig. Dabei ist sicherlich von Bedeutung, daß die Custom-Szene weitestgehend auf Harley-Davidson-Motorräder baut. Zwischen Harley-Davidson und der Custom-Szene gibt es eine wunderbar fruchtbare Wechselbeziehung.

Was wäre die Custom-Szene ohne Harley-Davidson?

Harley-Davidson ist eine einmalige Motorradmarke. Sie ist zu Recht Kult - auf vielen Ebenen - rund um die Welt - über alle Grenzen hinweg. Das haben auch die unglaublich vielen Teilnehmer des Harley-Davidson Events am Faaker See mit ihrem Besuch deutlich demonstriert.

Bis zum nächsten Mal in Faak!

Das muß man mal erlebt haben! (oder besser öfter!)

Ride safe!

Ride free!

Bernie


Vor der Pagode

Unser Pagodenzelt

Neben der Pagode

Im Inneren unserer Pagode

In der Pagode



Abendlicher Andrang

Der Faak-one-way-traffic



Bikestau in Faak!

Bernie’s Dragsterclub-Fuhrpark

Vorstart der Dragstershow

erst angießen – dann burnen

Da qualmt der Gummi!

Das liebt das Publikum!

2x täglich Burnout

Der Top-Gas-Anlasser kommt separat!

Der Top-Gaser legt los!

Die Dragstershow-Maschinerie

Frank Sander interviewt Ulrike Golde



In der Harley-Bikeshow

Die Bernie’s V-Rods in der
Custom-Chrome-Bikeshow

Bernie’s Copper-Bike in der HD-Bikeshow

Bernie mit seiner Carrerod
in der CCI-Bikeshow



Das Gastbike „Djungel-Superman“ vor unserem Zelt

Geralds selbstgebaute „Djungel-Superman“

Gerald und sein preisgekröntes Erstlingswerk



Peoples Choice-winner Gerald mit Bernie


Das Instant-Pinstriping von Maze



Besitzer Joachim mit seiner Copper

abendliches Fotoshooting...

...mit Model